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Interview mit Klaus-Dieter Petersen

24.01.2010
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft erwischte am Sonntag leider einen Fehlstart in die Hauptrunde der Europameisterschaft in Österreich und benötigt neben zwei abschließenden Siegen auch Schützenhilfe der anderen Teams, um noch das Halbfinale erreichen zu können. Trotz eines zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstands aber war die Stimmung im Handballbahnhof aber prächtig, die Fans peitschten das DHB-Team unermüdlich nach vorne. Unter ihnen war auch ein 340-facher Nationalspieler: Ex-„Zebra“ Klaus-Dieter Petersen wusste im „Promi-Talk“ mit Stefan Brasse und Martin Schmidt einige Anekdoten über seine Länderspielkarriere und Heiner Brand zum Besten zu geben.
Im Anschluss stand „Pitti“ noch handballbahnhof.de für ein ganz kurzes Gespräch zur Verfügung.

handballbahnhof.de: Pitti, was sagst du zur bisherigen Leistung der deutschen Nationalmannschaft bei dieser EM?
Klaus-Dieter Petersen: Die Leistung war so, wie es sich für eine Mannschaft, die sich weiterentwickeln möchte, gehört. Und so ziemlich das, was wir ihr zugetraut haben. Sie haben einige Dinge gezeigt, die sie unbedingt weiterentwickeln müssen, aber in den meisten Szenen auch schon gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sind, erfolgreich zu sein.
Natürlich hat sich die deutsche Mannschaft selbst einen Riesengefallen getan, damit, dass sie am Freitag das Spiel gegen Schweden gewonnen hat. Dadurch wurde die Euphorie um sich weiter am Leben gehalten, außerdem haben sie in der Vorrunde eine Menge lernen können.

handballbahnhof.de: Welche Spieler oder welche Positionen gefielen dir denn besonders gut?
Klaus-Dieter Petersen: Man hat gesehen, dass wir sehr sehr gute Torhüter haben, die bislang in allen drei Spielen mit die Entscheidungsträger waren und das deutsche Spiel hochgehalten haben. Man hat auch gesehen, dass wir zwei bzw. vier gute Halbspieler haben, die allesamt sehr torgefährlich sind. Wenn diese dann auch noch anfangen zu treffen, wird es für jede Mannschaft der Welt gefährlich. Was sie weiter verbessern sollten, ist einfach, ihre Außen mit ins Spiel zu nehmen. Ich glaube, dass diese in den ersten Spielen extrem vernachlässigt wurden. Man sollte den Ball einfach mal in der Rückstoßbewegung bis auf die Außen zu bringen, um von dort zum Abschluss zu kommen.

handballbahnhof.de: Wie steht es um die Zukunft im deutschen Handball?
Klaus-Dieter Petersen: Wir haben viele junge Talente da. Man sollte die Mannschaft dieses Jahr bei der EM so ihre Erfahrungen sammeln lassen – dann können wir bei den nächsten großen Turnieren schon wieder mit mehr Selbstvertrauen und mehr Potential ins Turnier gehen.

handballbahnhof.de: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit dem Wilhelmshavener HV in der Rückrunde.