Wir sind Europameister!

DSC_6644Höhepunkt und Siedepunkt zugleich: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat es geschafft! Das jüngste Team der Europameisterschaft in Polen hat sich den Traum vom Titel erfüllt. Souverän, bärenstark und deutlich mit 24:17 gewann die DHB-Auswahl gegen den hohen Titelfavoriten Spanien das EM-Endspiel, das aufgrund der überragenden Abwehrarbeit und eines sensationallen Andreas Wolff im deutschen Tor zu einer einseitigen Angelegenheit wurde.

So etwas hatte der Kieler Handballbahnhof in seiner siebenjährigen Geschichte noch nicht erlebt: Schon mehr als zwei Stunden vor dem Anpfiff des EM-Finales sicherten sich die ersten Fans ihre Plätze vor der großen Leinwand im Hauptbahnhof. Und das war wichtig, denn gefühlt wollte ganz Kiel die Nationalmannschaft am Ort ihrer größten Unterstützung siegen sehen. Auch Innenminister Stefan Studt ließ es sich nicht nehmen, das Spiel beim Public Viewing im Epizentrum der Handball-Euphorie in Deutschland zu verfolgen: 16 Tage lang war der Eingangsbereich des Kieler Hauptbahnhofes Anlaufpunkt für alle Handballfans in Schwarz-Rot-Gold. Jetzt – zum Finale – schaffte es der einzigartige Handballbahnhof mit der unglaublichen Live-Stimmung sogar in die Tagesschau…

Die Vorfreude der Fans auf das Finale war riesig. Und die deutsche Mannschaft wollte offenbar nach dem Verlängerungs-Krimi gegen Norwegen schnell Fakten schafften: Zwölf Minuten benötigte Spanien, um zum ersten Feldtreffer zu kommen. Da führte die DHB-Auswahl dank eines Treffers des Kielers Rune Dahmke, eines Dreierpacks des für den verletzten Steffen Weinhold nachgerückten Kai Häfner und eines Tores des Ex-„Zebras“ Tobias Reichmann schon 5:1. Ein wenig verwundert rieben sich die Fans vor der Leinwand die Augen: Auch bis zur Pause sollte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nichts anbrennen lassen, das 10:6 machte Lust auf mehr.

Wer einen Einbruch der jungen Truppe nach dem Wechsel befürchtet hatte, konnte sich schnell entspannt zurücklehnen: Die deutsche Mannschaft machte da weiter, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatte. Kompakt in der Abwehr, auf schnellen Beinen und einem Wolff in Weltklasse ließen sie Spanien überhaupt nicht in die Partie. Die Fans im Handballbahnhof steigerten sich in einen Jubel-Rausch – immer wieder angefacht von tollen Defensiv-Aktionen, Paraden und Toren der deutschen Mannschaft: Erst nach 46 Minuten gelang den Iberern der 10. Treffer, und spätestens nach Häfners 18:11 (49.) wurde das „Oh wie ist das schön!“, die Hymne des Handballbahnhofes, lauter. Orkan-Lautstärke erreichten Jubel und Gesänge dann in der 53. Minute: Rune Dahmke hatte zum 21:13 getroffen, die Feierlichkeiten begannen und endeten auch im Handballbahnhof erst weit nach der Siegerehrung, die immer noch einige hundert Fans auf der Leinwand verfolgten.

Deutschland ist Europameister!

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