Dramatik, Zittern, Ekstase: Kiel feiert den Finaleinzug

DSC_5247Packender hätte das erste Halbfinale in der Geschichte des Handballbahnhofs nicht sein können: Unentschieden zwischen Norwegen und Deutschland nach 60 Minuten, Kiel jubelt über den Ausgleich des Kielers Rune Dahmke wenige Sekunden vor dem Ende, der der DHB-Auswahl die Verlängerung bringt. Und auch die hat es in sich, weitere zehn Minuten schenken sich beide Teams nichts, geben keinen Ball verloren und kämpfen um jeden Zentimeter. Dann die Jubel-Explosion: Nach Kai Häfners finalem Treffer fünf Sekunden vor Ultimo bricht ein tobender Stimmungs-Orkan los, wie ihn Kiel bei einem Spiel der Handball-Nationalmannschaft wohl zuletzt 2007 beim Gewinn des WM-Titels erlebt hat: 34:33 nach Verlängerung – Deutschland steht im Finale!

Viele hundert Fans fielen sich nach dem Schlusspfiff in die Arme, tanzten und sangen den mittlerweile schon zum Handballbahnhof-Klassiker gewordenen Song „Oh wie ist das schön!“. Zuvor hatten sie 70 Minuten lang mitgelitten mit der jungen, von Verletzungen gebeutelten deutschen Mannschaft. Hatten sich über die Vier-Tore-Führung der DHB-Auswahl in der ersten Hälfte gefreut, dann die Haare gerauft bei der norwegischen Führung. Waren mit einem guten Gefühl in die Pause gegangen, das sie jedoch trügte: Urplötzlich war Norwegen dran, führte mit zwei Treffern. Doch Deutschland kämpfte sich zurück, Dahmke ließ die altehrwürdigen Mauern des Hauptbahnhofes beben, ehe Kai Häfners Tor endgültig für Ekstase sorgte: Finale, oho!

Am Sonntag nun öffnet der Handballbahnhof das letzte Mal in diesem Jahr seine Türen: Das achte Spiel der deutschen Mannschaft ist der Höhepunkt der Europameisterschaft. Es ist das Spiel, auf das alle wochenlang hingearbeitet habe. Das Finale Deutschland – Spanien wird um 17.30 Uhr angepiffen, das Programm im Handballbahnhof mit Tippspiel und Musik beginnt um 16.30 Uhr. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze!

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