Vorzeitiges Ende für den Handballbahnhof

Noch einmal waren die vielen Fans der deutschen Handball-Nationalmannschaft in den Kieler Handballbahnhof gekommen, um gemeinsam die Daumen zu drücken für das „Finale“ um den Halbfinaleinzug. Gegen Spanien blieb es eine Halbzeit lang richtig spannend, dann machte sich auch vor der Großbildleinwand Fassungslosigkeit breit: Mit einem 0:8-Lauf verspielte die DHB-Auswahl ab der 34. Minute alle Chancen auf einen Sieg. Das 27:31 gegen die Iberer war das Ende aller Hoffnungen auf eine Titelverteidigung der „Bad Boys“ – und beendete auch das deutschlandweit einzigartige Public Viewing im Kieler Einkaufsbahnhof vorzeitig.

Viele Fans hatten sich auf den Abend gefreut, und gingen mit einigem Optimismus in die Partie – wie auch THW-Trainer Alfred Gislason, der einen Drei-Tore-Sieg für Deutschland vorhersagte. Der Isländer wies aber gleichzeitig darauf hin, dass er beim Tippen zu Hause stets verlöre: „Ich bin deshalb für einen echten Tipp wohl nicht der richtige Ansprechpartner.“ Dafür berichtete Gislason über den Trainingsalltag mit nur sechs verbliebenen THW-Spielern in Kiel. „Das ist für die Jungs richtig hart, vor allem, weil wir viel laufen. Aber mit sechs Spielern ohne Torwart ist Handball-Training eben nur eingeschränkt möglich.“ Deshalb freue er sich über jeden Spieler, der heil aus Kroatien zurückkehre. „Aber in dieser Phase wünscht man natürlich seinen eigenen Spielern den maximalen Erfolg – das ist unter Sportlern doch selbstverständlich.“ Dann gab der gut gelaunte THW-Trainer viele Autogramme und posierte für Erinnerungsfotos – bis die Hymnen den Fokus auf das Spiel richten ließen.

In diesem hatte sich vor allem der Kieler Andreas Wolff eine Menge vorgenommen, seine Paraden wurden genauso lautstark gefeiert wie die Tore von Patrick Wiencek und allen anderen deutschen Spielern. Die Haare rauften sich die Fans allerdings bei den zahlreichen vergebenen Chancen im ersten Durchgang, und dennoch ließ das 13:14 zur Pause noch auf einen weiteren tollen Abend im Handballbahnhof hoffen. Diese Hoffnung wurde dann allerdings ab Minute 34 zerstört: Mit einer Vielzahl an technischen Fehlern machte es die deutsche Mannschaft den Spaniern leicht, kassierte acht Gegentore in Folge und ließ auch danach die Möglichkeiten aus, die es für ein Wunder gebraucht hätte. Toll war indes die Reaktion der Fans im Bahnhof – sie feierten jeden weiteren deutschen Treffer und spendeten trotz aller Enttäuschung viel Applaus. „Wir hoffen, auch bei der WM in Deutschland und Dänemark im kommenden Jahr wieder den Handballbahnhof anbieten zu können“, sagte Organisator Frank Ubben. „Die Kieler Handballfans hätten es sich einmal mehr verdient!“

Spannung, Jubel, Dramatik – und ein unglückliches Ende

Der Klassiker Deutschland gegen Dänemark lockte am Sonntagabend einmal mehr die Handballfans in den einzigartigen Handballbahnhof – und sie sollten einmal mehr gut daran getan haben, dieses Hauptrunden-Match gemeinsam zu verfolgen. Spannend war es, dramatisch war es – und am Ende ließ sich das unglückliche 25:26 der deutschen Mannschaft in Gemeinschaft noch besser verarbeiten. Am Mittwoch wird es wieder heiß her gehen im beheizten Bahnhof: Um 20:30 Uhr trifft die deutsche Mannschaft in der Neuauflage des letzten EM-Endspiels auf Spanien und kann nur mit einem Erfolg gegen die Iberer auf eine Halbfinal-Teilnahme hoffen. THW-Trainer Alfred Gislason wird vor der Partie im Einkaufsbahnhof erwartet: Neben einer Analyse der bisherigen EM und einem Ausblick auf das Spanien-Spiel wird Gislason auch Autogramme geben.

Das Spiel mit dem höchsten „THW Kiel“-Anteil der EM lockte hunderte in den Handballbahnhof. Mit dem kurzfristig nominierten Rune Dahmke, der bei jedem seiner vier Treffer und bei seinen zum Teil spektakulären Abwehraktionen lautstark gefeiert wurde, Torhüter Andreas Wolff, Kreisläufer Patrick Wiencek und Linkshänder Steffen Weinhold gingen gleich vier Spieler des THW Kiel an den Start, für Dänemark liefen Torhüter Niklas Landin und Kreisläufer Rene Toft Hansen auf. Eine Konstellation, die dem Talk-Gast Christian Zeitz, Europameister von 2004, ein Lächeln abrang. Gleichwohl tippte Zeitz auf einen deutschen Sieg mit drei Toren – und verriet, dass Dahmke nach den harten Trainingseinheiten mit dem THW Kiel schwere Beine haben müsste: „Vor allem der Freitag war hart für ihn, wir haben Squash gegeneinander gespielt, und er hatte keine Chance.“

Auf dem Handballfeld aber machte Dahmke seine Sache ausgesprochen gut, belebte nach seiner Einwechslung das deutsche Angriffsspiel und sorgte mit seinem Jubel und seiner Körpersprache für Stimmung bei den „Bad Boys“ und den Fans im Handballbahnhof. Die sahen eine torarme erste Hälfte und machten im zweiten Durchgang richtig Lärm, als die Kieler reihenweise für Deutschland trafen oder hielten. Beim 15:13 durch Kühn wuchs der Glaube an eine Überraschung, und auch angesichts der dänischen 24:21 (56.)- und 26:23-Führung wurde nicht aufgesteckt. Tatsächlich wurde es noch einmal dramatisch, weil Patrick Wiencek und Dahmke noch einmal verkürzen konnten und Mikkel Hansen sich einen technischen Fehler leistete. Es fehlten am Ende aber wenige Sekunden, um doch noch zumindest einen Punkt zu erreichen. Trotzdem gab es im Handballbahnhof Applaus für die bisher beste Turnierleistung der deutschen Mannschaft, die trotz der 25:26-Niederlage noch immer auf den Halbfinaleinzug hoffen kann. Voraussetzung dafür ist ein Sieg gegen Spanien am Mittwoch – und den schaut man sich am besten wieder gemeinsam mit vielen anderen im einzigen Handballbahnhof Deutschlands vor der Großbildleinwand an!

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Hoffen, bangen, zittern, jubeln: DHB-Tam holt ersten Hauptrundensieg

45 Minuten lang war den vielen Fans vor der Großbildleinwand im deutschlandweit einzigartigen Handballbahnhof Kiel an der Körpersprache abzulesen, wie der Hauptrunden-Auftakt der DHB-Auswahl gegen Tschechien lief: Da wurden die Haare gerauft, Daumen gedrückt, an den Fingernägeln gekaut und am Ende befreit gejubelt: Der hart erkämpfte 22:19-Erfolg gegen Tschechien lässt die Hoffnung aufs Halbfinale weiterleben!

Vor dem Anpfiff hatte sich der neue sportliche Leiter des THW Kiel, Viktor Szilagyi, den Fans im Handballbahnhof vorgestellt. Nach dem Aus der Österreicher, gestand der ehemalige ÖHB-Nationalspieler, schlage sein Herz für die deutsche Mannschaft. „Ich wünsche mir, dass das deutsche Team ins Halbfinale kommt.“ Beim traditionellen Tipp vor der Partie hoffte Szilagyi auf einen klaren deutschen Erfolg „mit fünf oder sechs Toren“.

Doch einmal mehr sollten die 60 Minuten auf dem Feld spannender als vorhergesagt werden. Die DHB-Auswahl tat sich schwer, machte viele Fehler. Zur Pause lag sie mit 9:10 zurück, und als im zweiten Durchgang die Tschechen mit 18:16 (46.) in Führung gingen, bangte man im Handballbahnhof um die wichtigen Hauptrunden-Punkte – und dann kam der Kieler Torhüter Andreas Wolff. Seine Paraden feierten die Zuschauer im Handballbahnhof genauso euphorisch wie die folgenden Tore der DHB-Auswahl: Erleichterung auch in der Hauptbahnhof-Arena, denn durch den Sieg wahrte Deutschland die Chance auf das Halbfinale.

Am Sonntag müssen sich die „Bad Boys“ dafür richtig steigern: Ins Duell mit Olympiasieger Dänemark geht der Europameister nicht unbedingt als Favorit, und dennoch werden in Kiel die Daumen gedrückt: Jetzt auch für den Kieler Linksaußen Rune Dahmke, den Bundestrainer Christian Prokop nach dem Tschechien-Spiel in den Kader für die Hauptrunde berief. Das Programm am Sonntag startet um 17:30 Uhr, zu Gast sein wird ein weiterer Kieler Europameister: Christian Zeitz, der 2004 in Slowenien EM-Gold holte, wird im beheizten Handballbahnof zum Talk und für Autogramme erwartet. Gleichzeitig wird Zeitz auch ein Trikot aus seinem Abschiedsspiel für die KN-Aktion „Leben retten!“ versteigern. Kiel drückt den „Bad Boys“ im Handballbahnhof die Daumen!

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Deutschland verpasst den Gruppensieg

Enttäuschung im Handballbahnhof: Viele Fans der deutschen Nationalmannschaft hatten sich vor der Großbildleinwand versammelt, um das letzte Vorrundenspiel der „Bad Boys“ gemeinsam zu erleben. Es wurde gezittert, gejubelt, gebangt und am Ende auch geärgert: Durch das 25:25-Unentschieden verpasste die deutsche Mannschaft den Gruppensieg und eine bessere Ausgangslage für die Hauptrunde, die für das DHB-Team am Freitag mit der Partie gegen Dänemark-Bezwinger Tschechien beginnt.

Optimistisch waren die Fans und auch die beiden THW-Stars Emil Frend Öfors und Ole Rahmel in den letzten Vorrunden-Abend gegangen. Beide „Zebras“ tippten auf einen Sieg der deutschen Mannschaft. Doch während sie noch Autogramme gaben, bahnte sich über ihnen Ungemach an: Der Titelverteidiger erwischte wieder einen Fehlstart, der nur mit Kieler Hilfe korrigiert werden konnte: Andreas Wolff, Patrick Wiencek und der achtfache Torschütze Steffen Weinhold waren die Garanten für die Aufholjagd, und mit jedem weiteren Treffer und jeder weiteren Wolff-Parade stieg auch beim Public Viewing die Stimmung. Allerdings sorgten zahlreiche Fehlwürfe und technische Fehler der deutschen Mannschaft auch vor der Leinwand für geraufte Haare. Am Ende der ersten Hälfte verpassten es die „Bad Boys“, sich weiter abzusetzen. Das 12:11 zur Pause versprach Spannung für die zweiten 30 Minuten.

Und die hatten es einmal mehr in sich: Mazedonien zog auf 19:16 weg, doch Wiencek und Weinhold machten auch dieses Mal den Unterschied aus. Ihre Aktionen sorgten für die erneute deutsche Führung, die Mazedonien allerdings stets kontern konnte. Auch, weil sie von außen nahezu ungehindert trafen – und so kam es zum Showdown auch in dieser Partie: Riesenjubel bei Heinevetters finaler Parade gegen Stoilov, Entsetzen über den letzten Angriff der deutschen Mannschaft, der mit einem Pass auf den abgemeldeten Rechtsaußen endete. 25:25. Aus. Die große Chance, sich schon vor der Hauptrunde eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, war dahin.

Im zweiten Spiel der Gruppe C sicherten sich die Slowenen von Miha Zarabec mit einem 28:19 gegen Montenegro das Hauptrunden-Ticket. Sie nehmen als Gruppendritter 1:3 Punkte mit, Deutschland  startet die ganz heiße Phase der EM mit 2:2 Zählern. Gruppensieger Mazedonien wird mit einem 3:1-Punktepolster in die Hauptrunde gehen, in der es spannend wie selten sein wird. Durch den 25:22-Sieg Dänemarks gegen Vize-Europameister Spanien in der Parallelgruppe D ergibt sich für die deutsche Mannschaft trotz des enttäuschenden Unentschiedens zum Abschluss der Vorrunde eine gute Situation, denn sowohl Gruppensieger Spanien als auch der Zweite Dänemark und Tschechien, das sich am abschließenden Spieltag durch einen 33:27-Sieg gegen Ungarn für die nächste Runde qualifizierte, gehen wie die DHB-Auswahl mit 2:2 Punkten in das Rennen um die beiden Halbfinalplätze.

Die erste Partie wird Deutschland am Freitag gegen Tschechien bestreiten, am Sonntag geht es im Handballbahnhof mit dem Klassiker gegen Dänemark weiter, ehe es am Mittwoch zum ultimativen EM-Showdown, der Neuauflage des Finales 2016, zwischen dem DHB-Team und Vize-Europameister Spanien kommt. Die genauen Anwurfzeiten stehen noch nicht fest, alle Spiele werden live im Handballbahnhof gezeigt.

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Dramatik pur: Deutschland holt Unentschieden gegen Slowenien

Es gibt Dinge, die hat auch der geneigte Handball-Fan noch nicht gesehen. Die Schlussphase der zweiten Vorrunden-Partie der deutschen Mannschaft bei der Handball-Europameisterschaft dürfte deswegen in die Geschichtsbücher eingehen. Selten lagen Leid und Freud so dicht beieinander wie in den letzten Sekunden einer packenden Begegnung gegen den WM-Dritten Slowenien. Am Ende jubelten die Fans im Handballbahnhof über den Ausgleichstreffer von Tobias Reichmann zum 25:25 – und die Erläuterungen der beiden Moderatoren Maike Jäger und Christian Robohm, die die turbulenten Sekunden mit Videobeweis, Roter Karte und Siebenmeter einsortierten.

Der dramatische Handballabend im Hauptbahnhof hatte entspannt begonnen. Europameister Christian Dissinger stattete dem einzigartigen Public Viewing seinen Besuch ab, berichtete von der EM 2016 und einem Gespräch zwischen den Kieler Spielern verschiedener Nationen im Teamhotel: „Nächste Woche stehen wir wieder auf dem Trainingsplatz bei Alfred“, sei die einhellige Meinung gewesen. Doch es kam anders: Dissinger, Steffen Weinhold, Andreas Wolff und Rune Dahmke feierten zwei Wochen später den EM-Triumph. „Das Gespräch zeigt, wie überraschend der EM-Sieg auch für uns Spieler kam“, sagte der Rechtshänder mit einem Schmunzeln – und tippte auf einen knappen Zwei-Tore-Sieg der deutschen Mannschaft.

Nach dem Erfüllen vieler Autogramm- und Fotowünsche musste Dissinger dann allerdings mit ansehen, wie sein Kieler Teamkollege Miha Zarabec gemeinsam mit dessen slowenischen Mitspielern die DHB-Auswahl von einer Verlegenheit in die nächste stürzte. Nur wenig gab es bis zum Seitenwechsel zu bejubeln – das 10:15 zur Pause sorgte für Ernüchterung im Handballbahnhof.

Das änderte sich nach dem Wechsel: Tor um Tor kämpfte sich die deutsche Mannschaft heran, und als die „Bad Boys“ beim 21:20 durch Pekeler erstmals in Führung gehen konnten, dürfte der Jubelschrei aus unzähligen Kehlen bis weit in die Handballstadt hinein zu hören gewesen sein. Doch die Partie blieb spannend, sah zunächst die Slowenen mit zwei Treffern vorn. Dann die letzte Minute: Drux glich elf Sekunden vor dem Ende aus – Riesenjubel gefolgt von blankem Entsetzen, weil Janc im direkten Gegenzug den vermeintlichen Siegtreffer erzielte. Proteste nach dem folgenden Anwurf – und ungläubiges Staunen vor der 15-Quadratmeter-Leinwand: Sollte der Videobeweis doch noch eine Wende zum Guten für die deutsche Mannschaft bringen? Er brachte sie. Es gab Strafwurf, den Reichmann sicher zum 25:25-Ausgleich verwandelte. Riesen-Jubel – und ein kräftiges Durchatmen im Handballbahnhof. Ein Wechselbad der Gefühle, das man so wohl nur beim Public Viewing in Kiel erleben kann.

Durch den Sieg sicherte sich die deutsche Mannschaft den Hauptrunden-Einzug und kämpft nun im Gruppen-Finale am Mittwoch um den Gruppensieg: Gegner ist Mazedonien, der Handballbahnhof startet um 17:30 Uhr mit dem großen Rahmenprogramm. Zu Gast sein werden die beiden THW-Außen Ole Rahmel und Emil Frend Öfors.

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Traumstart für den Handballbahnhof

Soviel zu jubeln gab es für die Fans im Handballbahnhof noch nie zum Auftakt einer Europameisterschaft: Mit 32:19 gegen Montenegro gewann die DHB-Auswahl das erste Spiel in Kroatien – und zum ersten Mal seit zehn Jahren überhaupt die EM-Premiere. Einige hundert Fans feuerten sie dabei im einzigartigen Kieler Handballbahnhof vor der großen Leinwand an.

Vorsichtig hatte Sebastian Firnhaber, Kreisläufer beim Rekordmeister THW Kiel, vor der Partie seinen Turniertipp abgegeben: „Wenn die deutsche Mannschaft gut in die EM kommt, kann es weit für sie gehen.“ Gleichzeitig warnte er vor einer starken Mannschaft aus Montenegro und sagte dennoch einen 29:25-Erfolg für Deutschland voraus.

Dieser Tipp war dann eigentlich schon zur Pause des ersten Deutschland-Spiels Makulatur: Die Fans vor der Leinwand kamen in den ersten dreißig Minuten nicht mehr aus dem Jubeln heraus. Lautstark wurde jeder Torschütze gefeiert – besonders euphorisch wurde es immer dann, wenn wie beim ersten Tor durch Steffen Weinhold ein Kieler beteiligt war. Patrick Wienceks Traum-Tor – und natürlich die Paraden des einmal mehr überragenden Andreas Wolff sorgten für Hochstimmung. Der entscheidende Zwischenspurt von 4:3 auf 13:3 (22.) ließ die Anspannung vor dem Turnierstart auch bei den Zuschauern im beheizten Handballbahnhof in pure Freude umwandeln. Alexander Holzapfel, Sportchef der Kieler Nachrichten, analysierte mit Moderatorin Maike Jäger und Christian Robohm die erste Hälfte: „Ich hätte mehr Gegenwehr von Montenegro erwartet, das 17:9 zur Pause ist überraschend hoch.“

Im zweiten Durchgang ließ die deutsche Mannschaft nichts mehr anbrennen und feierte am Ende den zweithöchsten Sieg der EM-Geschichte. Ein furioser Auftakt für den Handballbahnhof, der auch in den kommenden Tagen zum Anlaufpunkt der Handball-Fans in Schleswig-Holstein wird: Am Montag wird dort ab 18:15 Uhr das zweite Deutschland-Spiel gegen Slowenien gezeigt. Das Rahmenprogramm beginnt um 17:30 Uhr, als Gast wird Europameister Christian Dissinger erwartet. Dissinger wird vor der Partie auch Autogramme schreiben und sein Trikot aus der vergangenen Saison zugunsten der Aktion „Leben retten!“ von KN hilft versteigern. In der Halbzeitpause wird dann ein Champions-League-Trikot von Niclas Ekberg für den guten Zweck unter den Hammer kommen: Am 27. April 2013 trug der schwedische THW-Rechtsaußen dieses Jersey im Champions-League-Viertelfinale gegen MKB Veszprem. Beim bis heute legendären 29:28-Rückspielsieg in Ungarn erzielte er in diesem Trikot ein Tor.

Mission „EM-Titelverteidigung“ und Vorfreude im Handballbahnhof Kiel

Bei der am Freitag, dem 12. Januar beginnenden Handball-Europameisterschaft in Kroatien geht die deutsche Nationalmannschaft nicht nur als Titelverteidiger, sondern nach den überzeugenden Testspielsiegen gegen Island auch als einer der Top-Favoriten ins Turnier. Daher ist die Spannung beim DHB-Team vor der „Mission Titelverteidigung“ groß und auch die Fans des einzigen Handballbahnhof Deutschlands sind voller Vorfreude.

Denn am Samstag, dem 13. Januar steigt die erste Public-Viewing-Party im Kieler Hauptbahnhof. Auf einer 15m2-Großleinwand werden alle Deutschland-Spiele live und kostenfrei übertragen. Ab 16.30 Uhr gibt es u.a. Informationen rund um das erste Vorrundenspiel gegen Montenegro (Anpfiff 17.15 Uhr), ein Interview sowie eine Autogrammstunde mit THW-Kreisläufer Sebastian „Flamme“ Firnhaber. Ferner können alle Besucherinnen und Besucher an dem täglichen Tippspiel teilnehmen und tolle Preise gewinnen. In diesem Jahr haben die Fans im Handballbahnhof zudem noch die Chance, im Rahmen der Aktion „KN hilft“ Gutes zu tun und ausgewählte Unikate von THW-Stars zu ersteigern. Durch das Programm führen wie in den vergangenen Jahren Sportmoderatorin Maike Jäger und THW-Pressesprecher Christian Robohm.

Das Public Viewing im Handballbahnhof Kiel ist eine Veranstaltungsreihe der Werbegemeinschaft Norddeutschland, die zur Organisation und Umsetzung die Sport- und Event-Marketing Schleswig-Holstein beauftragt hat.

Die Marke IHR EINKAUFSBAHNHOF greift die Entwicklung der Bahnhöfe von Ein- und Ausstiegspunkten zu attraktiven Einkaufs- und Verweilorten auf. Auch der Einkaufsbahnhof Kiel lockt mit attraktiven Öffnungszeiten, der zentralen Citylage, einem vielfältigen Einkaufsangebot und natürlich mit einzigartigen Handball-Partys.

Weitere Public-Viewing-Termine:

Montag, 15.01.18, ab 17.30 Uhr und Mittwoch, 17.01.18, ab 17.30 Uhr

Termine der Hauptrundenspiele stehen nach Beendigung der Vorrunde fest.

Handball-EM 2018: Mission „EM-Titelverteidigung“ im Handballbahnhof Kiel

Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich in dieser Woche mit einem Lehrgang und zwei Vorbereitungsspielen gegen Spanien auf die Europameisterschaft im Januar in Kroatien vor. Die Spannung vor der Mission „EM-Titelverteidigung“ steigt nicht nur beim DHB-Team, sondern auch bei den Fans.

Und nun gibt es gute Nachrichten für die Handball-Fans in Schleswig-Holstein: Alle Deutschland-Spiele können wieder live und kostenfrei auf einer Großleinwand im Hauptbahnhof Kiel verfolgt werden. „Wir freuen uns, das beliebte Public Viewing wieder präsentieren zu können und hoffen so wie beim grandiosen EM-Sieg 2016 auf spannende Spiele sowie die großartige Stimmung im einzigen Handballbahnhof Deutschlands“, sagt Bernd Volks, der Werbereferent der Werbegemeinschaft Hamburg/Bremen/Schleswig-Holstein, dem Zusammenschluss aller Geschäfte in den Bahnhöfen.

Im vergangenen Jahr mussten die Public-Viewing-Veranstaltungen im Hauptbahnhof Kiel kurzfristig abgesagt werden, da die Vergabe der TV-Rechte zur Weltmeisterschaft in Frankreich lange Zeit und bis kurz vor Turnierbeginn ungeklärt war. Eine Umsetzung der aufwendigen Veranstaltungen war daher nicht möglich.

Das Public Viewing im Handballbahnhof Kiel ist eine Veranstaltungsreihe der Werbegemeinschaft im Bahnhof, die zur Organisation und Umsetzung die Sport- und Event-Marketing Schleswig-Holstein beauftragt hat.

Handball-WM 2017: Kein Public Viewing im Handballbahnhof Kiel

dsc_6745klSchlechte Nachrichten für Handball-Fans in Schleswig-Holstein: Die beliebten Public-Viewing-Veranstaltungen im Hauptbahnhof Kiel zur Handball-WM im Januar 2017 müssen leider ausfallen. Grund ist die momentan ungeklärte Situation um die Vergabe der TV-Rechte. Bis heute steht nicht fest, ob es in Deutschland Live-Bilder von den Spielen der deutschen Nationalmannschaft in Frankreich gibt – sei es im Fernsehen oder über einen Streaming-Dienst im Internet.

„Es ist sehr schade, dass wir den Handball-Fans die WM-Spiele der Nationalmannschaft im Handballbahnhof Kiel nicht präsentieren können. Auch wenn es in den nächsten Tagen noch eine positive Entscheidung in Sachen TV-Rechte geben sollte, wäre die Vorbereitungszeit für das aufwendige Public Viewing zu kurz“, sagt Bettina Brohm, die Geschäftsführerin der Werbegemeinschaft Hamburg/Bremen/Schleswig-Holstein, dem Zusammenschluss aller Geschäfte in den Bahnhöfen.

Noch im Januar dieses Jahres feierten Hunderte Besucher den EM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Handballbahnhof Kiel und freuten sich schon auf eine Wiederauflage bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Frankreich.

Wir sind Europameister!

DSC_6644Höhepunkt und Siedepunkt zugleich: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat es geschafft! Das jüngste Team der Europameisterschaft in Polen hat sich den Traum vom Titel erfüllt. Souverän, bärenstark und deutlich mit 24:17 gewann die DHB-Auswahl gegen den hohen Titelfavoriten Spanien das EM-Endspiel, das aufgrund der überragenden Abwehrarbeit und eines sensationallen Andreas Wolff im deutschen Tor zu einer einseitigen Angelegenheit wurde.

So etwas hatte der Kieler Handballbahnhof in seiner siebenjährigen Geschichte noch nicht erlebt: Schon mehr als zwei Stunden vor dem Anpfiff des EM-Finales sicherten sich die ersten Fans ihre Plätze vor der großen Leinwand im Hauptbahnhof. Und das war wichtig, denn gefühlt wollte ganz Kiel die Nationalmannschaft am Ort ihrer größten Unterstützung siegen sehen. Auch Innenminister Stefan Studt ließ es sich nicht nehmen, das Spiel beim Public Viewing im Epizentrum der Handball-Euphorie in Deutschland zu verfolgen: 16 Tage lang war der Eingangsbereich des Kieler Hauptbahnhofes Anlaufpunkt für alle Handballfans in Schwarz-Rot-Gold. Jetzt – zum Finale – schaffte es der einzigartige Handballbahnhof mit der unglaublichen Live-Stimmung sogar in die Tagesschau…

Die Vorfreude der Fans auf das Finale war riesig. Und die deutsche Mannschaft wollte offenbar nach dem Verlängerungs-Krimi gegen Norwegen schnell Fakten schafften: Zwölf Minuten benötigte Spanien, um zum ersten Feldtreffer zu kommen. Da führte die DHB-Auswahl dank eines Treffers des Kielers Rune Dahmke, eines Dreierpacks des für den verletzten Steffen Weinhold nachgerückten Kai Häfner und eines Tores des Ex-„Zebras“ Tobias Reichmann schon 5:1. Ein wenig verwundert rieben sich die Fans vor der Leinwand die Augen: Auch bis zur Pause sollte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nichts anbrennen lassen, das 10:6 machte Lust auf mehr.

Wer einen Einbruch der jungen Truppe nach dem Wechsel befürchtet hatte, konnte sich schnell entspannt zurücklehnen: Die deutsche Mannschaft machte da weiter, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatte. Kompakt in der Abwehr, auf schnellen Beinen und einem Wolff in Weltklasse ließen sie Spanien überhaupt nicht in die Partie. Die Fans im Handballbahnhof steigerten sich in einen Jubel-Rausch – immer wieder angefacht von tollen Defensiv-Aktionen, Paraden und Toren der deutschen Mannschaft: Erst nach 46 Minuten gelang den Iberern der 10. Treffer, und spätestens nach Häfners 18:11 (49.) wurde das „Oh wie ist das schön!“, die Hymne des Handballbahnhofes, lauter. Orkan-Lautstärke erreichten Jubel und Gesänge dann in der 53. Minute: Rune Dahmke hatte zum 21:13 getroffen, die Feierlichkeiten begannen und endeten auch im Handballbahnhof erst weit nach der Siegerehrung, die immer noch einige hundert Fans auf der Leinwand verfolgten.

Deutschland ist Europameister!