Wir sind Europameister!

DSC_6644Höhepunkt und Siedepunkt zugleich: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat es geschafft! Das jüngste Team der Europameisterschaft in Polen hat sich den Traum vom Titel erfüllt. Souverän, bärenstark und deutlich mit 24:17 gewann die DHB-Auswahl gegen den hohen Titelfavoriten Spanien das EM-Endspiel, das aufgrund der überragenden Abwehrarbeit und eines sensationallen Andreas Wolff im deutschen Tor zu einer einseitigen Angelegenheit wurde.

So etwas hatte der Kieler Handballbahnhof in seiner siebenjährigen Geschichte noch nicht erlebt: Schon mehr als zwei Stunden vor dem Anpfiff des EM-Finales sicherten sich die ersten Fans ihre Plätze vor der großen Leinwand im Hauptbahnhof. Und das war wichtig, denn gefühlt wollte ganz Kiel die Nationalmannschaft am Ort ihrer größten Unterstützung siegen sehen. Auch Innenminister Stefan Studt ließ es sich nicht nehmen, das Spiel beim Public Viewing im Epizentrum der Handball-Euphorie in Deutschland zu verfolgen: 16 Tage lang war der Eingangsbereich des Kieler Hauptbahnhofes Anlaufpunkt für alle Handballfans in Schwarz-Rot-Gold. Jetzt – zum Finale – schaffte es der einzigartige Handballbahnhof mit der unglaublichen Live-Stimmung sogar in die Tagesschau…

Die Vorfreude der Fans auf das Finale war riesig. Und die deutsche Mannschaft wollte offenbar nach dem Verlängerungs-Krimi gegen Norwegen schnell Fakten schafften: Zwölf Minuten benötigte Spanien, um zum ersten Feldtreffer zu kommen. Da führte die DHB-Auswahl dank eines Treffers des Kielers Rune Dahmke, eines Dreierpacks des für den verletzten Steffen Weinhold nachgerückten Kai Häfner und eines Tores des Ex-„Zebras“ Tobias Reichmann schon 5:1. Ein wenig verwundert rieben sich die Fans vor der Leinwand die Augen: Auch bis zur Pause sollte das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nichts anbrennen lassen, das 10:6 machte Lust auf mehr.

Wer einen Einbruch der jungen Truppe nach dem Wechsel befürchtet hatte, konnte sich schnell entspannt zurücklehnen: Die deutsche Mannschaft machte da weiter, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatte. Kompakt in der Abwehr, auf schnellen Beinen und einem Wolff in Weltklasse ließen sie Spanien überhaupt nicht in die Partie. Die Fans im Handballbahnhof steigerten sich in einen Jubel-Rausch – immer wieder angefacht von tollen Defensiv-Aktionen, Paraden und Toren der deutschen Mannschaft: Erst nach 46 Minuten gelang den Iberern der 10. Treffer, und spätestens nach Häfners 18:11 (49.) wurde das „Oh wie ist das schön!“, die Hymne des Handballbahnhofes, lauter. Orkan-Lautstärke erreichten Jubel und Gesänge dann in der 53. Minute: Rune Dahmke hatte zum 21:13 getroffen, die Feierlichkeiten begannen und endeten auch im Handballbahnhof erst weit nach der Siegerehrung, die immer noch einige hundert Fans auf der Leinwand verfolgten.

Deutschland ist Europameister!

Dramatik, Zittern, Ekstase: Kiel feiert den Finaleinzug

DSC_5247Packender hätte das erste Halbfinale in der Geschichte des Handballbahnhofs nicht sein können: Unentschieden zwischen Norwegen und Deutschland nach 60 Minuten, Kiel jubelt über den Ausgleich des Kielers Rune Dahmke wenige Sekunden vor dem Ende, der der DHB-Auswahl die Verlängerung bringt. Und auch die hat es in sich, weitere zehn Minuten schenken sich beide Teams nichts, geben keinen Ball verloren und kämpfen um jeden Zentimeter. Dann die Jubel-Explosion: Nach Kai Häfners finalem Treffer fünf Sekunden vor Ultimo bricht ein tobender Stimmungs-Orkan los, wie ihn Kiel bei einem Spiel der Handball-Nationalmannschaft wohl zuletzt 2007 beim Gewinn des WM-Titels erlebt hat: 34:33 nach Verlängerung – Deutschland steht im Finale!

Viele hundert Fans fielen sich nach dem Schlusspfiff in die Arme, tanzten und sangen den mittlerweile schon zum Handballbahnhof-Klassiker gewordenen Song „Oh wie ist das schön!“. Zuvor hatten sie 70 Minuten lang mitgelitten mit der jungen, von Verletzungen gebeutelten deutschen Mannschaft. Hatten sich über die Vier-Tore-Führung der DHB-Auswahl in der ersten Hälfte gefreut, dann die Haare gerauft bei der norwegischen Führung. Waren mit einem guten Gefühl in die Pause gegangen, das sie jedoch trügte: Urplötzlich war Norwegen dran, führte mit zwei Treffern. Doch Deutschland kämpfte sich zurück, Dahmke ließ die altehrwürdigen Mauern des Hauptbahnhofes beben, ehe Kai Häfners Tor endgültig für Ekstase sorgte: Finale, oho!

Am Sonntag nun öffnet der Handballbahnhof das letzte Mal in diesem Jahr seine Türen: Das achte Spiel der deutschen Mannschaft ist der Höhepunkt der Europameisterschaft. Es ist das Spiel, auf das alle wochenlang hingearbeitet habe. Das Finale Deutschland – Spanien wird um 17.30 Uhr angepiffen, das Programm im Handballbahnhof mit Tippspiel und Musik beginnt um 16.30 Uhr. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze!

Handball-Wahnsinn im Hauptbahnhof

DSC_4098Das „Endspiel“ gegen Dänemark war keines: Die deutschen Handballer schaffen bei der Europameisterschaft die Sensation, besiegen den hohen Titelfavoriten Dänemark und ziehen ins Halbfinale ein. Zum ersten Mal seit 2008 ist die deutsche Mannschaft damit unter den vier besten Teams in Europa. Die Sensation feierten hunderte Fans vor der großen Leinwand im einzigartigen Handballbahnhof mit minutenlangen Gesängen und Sprechchören: Die Handball-EM im Handballbahnhof geht weiter!

Alle Vorzeichen vor der entscheidenden Partie gegen Dänemark schienen auf ein Aus der deutschen Mannschaft zu deuten. Mit Christian Dissinger und Steffen Weinhold fehlten die beiden Rückraum-Anführer, und das jüngste Team des Turniers spielte gegen eine der erfahrensten Mannschaften. „Ich tippe auf einen 25:24-Sieg für Deutschland“, hatte THW-Trainer Alfred Gislason im Vorprogramm für Optimismus unter den Fans gesorgt. „Diese deutsche Mannschaft besticht durch ihre Konstanz und den Einsatzwillen.“

Der Coach des Rekordmeisters sollte Recht behalten: Egal, was die dänischen Super-Stars um Mikkel Hansen auch anstellten – die deutsche Mannschaft hatte meist eine passende Antwort. Und so wurde jeder Treffer, jede gelungene Aktion der DHB-Auswahl im Handballbahnhof frenetisch gefeiert. Ruhig wurde es nur einmal: Als die dänische Mannschaft aus einem 8:10-Rückstand eine 12:10-Führung machte. Doch die Anfeuerungsrufe vor der Leinwand schienen dem Team in Polen Rückenwind zu geben: Bis zur Pause verkürzte die Mannschaft von Dagur Sigurdsson auf 13:14.

Der zweite Abschnitt sollte nichts für schwache Nerven werden. Die  DHB-Auswahl zog mit zwei Toren weg, dann ging Dänemark in Führung, Deutschland glich wieder aus und markierte das 21:20 (49.). Doch die Dänen konterten und hatten beim 23:21 (53.) Deutschland mit einem Bein im Aus. Doch Schwarz-Rot-Gold kam zurück – und wie: Die letzten vier Tore erzielte die deutsche Mannschaft, Dänemark konnte die DHB-Defensive nicht mehr knacken. Der Rest war Party!

Am Freitag wartet mit dem ersten Halbfinal-Spiel einer deutschen Mannschaft in der Geschichte des Handballbahnhofs ein weiteres Highlight auf die Fans im Norden. Gegner der deutschen Mannschaf ist nach einem nicht minder dramatischen Verlauf der Abendspiele das Team aus Norwegen. Anwurf für das Halbfinale ist am Freitag um 18.30 Uhr, die Türen des Handballbahnhofes öffnen sich eine Stunde früher. Genug Zeit, um sich im Einkaufsbahnhof mit Proviant für mindestens 60 dramatische Minuten einzudecken oder den Tippspiel-Schein abzugeben: Denn wieder gibt es tolle Preise zu gewinnen. Der Traum lebt weiter!

„Oh wie ist das schön“: Kiel feiert DHB-Sieg über Russland

DSC_3296Die Stimmungskurve im Kieler Handballbahnhof steigt: Rund 400 Fans der deutschen Mannschaft feierten den zweiten Hauptrunden-Erfolg der DHB-Auswahl bei der Europameisterschaft in Polen überschwänglich: Nach dem entscheidenden russischen Fehlwurf und dem damit feststehenden 30:29-Erfolg gegen Russland lagen sich die Fans in den Armen und sangen „Oh wie ist das schön“. Der Traum vom Halbfinale lebt weiter!

Die 60 Minuten von Breslau hatten alles, was Handball so attraktiv macht: Spannung, Dramatik, tolle Tore und immer wieder Zittern. Die deutsche Mannschaft war mit einem 0:3-Fehlstart in die Partie gegangen, doch vor allem die Kieler Christian Dissinger und Steffen Weinhold sowie die Tore von Kreisläufer Erik Schmidt ließen auf Besserung hoffen: Ein erstes Stimmungshoch gabs bei der ersten deutschen Führung nach 21 Minuten, in der Folge verpasste es die DHB-Auswahl aber, sich weiter abzusetzen. Mit einer knappen 17:16-Führung ging’s in die Pause.

Aus dieser startete die deutsche Mannschaft furios: Weinhold traf zum 19:16, doch Russland ließ sich nicht abschütteln. Bis zur 37. Minute: Christian Dissinger leitete mit einem Doppelpack die stärkste deutsche Phase des Spiels ein, die mit Rune Dahmkes Gegenstoßtor zum 23:19 und dem 24:19 durch Schmidt ihren Höhepunkt hatte. Jubel im Handballbahnhof – gefolgt von Haareraufen: Ein nicht anerkanntes Tor von Hendrik Pekeler und viele weitere umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen brachten Russland zurück in die Partie. Und die Deutschen machten Fehler, sodass Russland in der dramatischen Schlussphase noch die Chance auf einen Punkt hatte. Nach dem Fehlwurf von Zhitnikov stand der Sieg der DHB-Auswahl fest – und der Jubel kannte keine Grenzen!

Am Mittwoch kommt es nun in der Hauptrunden-Gruppe II zum „Endspiel“ für die deutschen Halbfinal-Träume: Gegner ist der Vize-Europameister Dänemark, und mit einem Sieg könnte die DHB-Auswahl in die Vorschlussrunde einziehen. Anwurf ist um 18:15 Uhr, und das Programm im einzigartigen Handballbahnhof startet eine Stunde früher. Rechtzeitiges Erscheinen sichert nicht nur die besten Plätze, sondern bietet auch ein reichhaltiges Programm. Beim Tippspiel gibt es wertvolle Preise zu gewinnen, und THW-Trainer Alfred Gislason wird vor der Partie eine Einschätzung zu den Chancen der deutschen Mannschaft in diesem entscheidenden Nachbarschaftsduell geben.

Der Traum lebt

Handballbahnhof-8259Rund 350 Fans der deutschen Handball-Nationalmannschaft erlebten im einzigartigen Kieler Handballbahnhof einen ruhigen Abend – zumindest sportlich. Denn die Stimmung vor der 15 Quadratmeter großen Leinwand war ausgelassen. Kein Wunder: Mit einem nie gefährdeten 29:19 (17:9)-Kantersieg gegen Ungarn lässt die DHB-Auswahl die Fans weiter vom Halbfinale träumen.

Mitten unter den Fans verfolgte THW-Nachwuchstorwart Dominik Plaue die Partie: „Diese Stimmung ist einzigartig, so etwas wie dieses Public Viewing habe ich beim Handball noch nie erlebt“, schwärmte Torhüter, der zum ersten Mal überhaupt die Atmosphäre auf der „Stehplatztribüne“ genoss.

Das Spiel der deutschen Mannschaft trug ihren Teil zum gelungenen Abend bei: Von Beginn an kontrollierte die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson die Partie. Rune Dahmke eröffnete und beschloss den Torreigen der ersten 30 Minuten – dazwischen sahen die Fans eine starke deutsche Defensive, einen überragenden Spielgestalter Steffen Weinhold, einen sicheren Siebenmeterschützen Tobias Reichmann und eine variable, variantenreiche Offensive. Die Folge: Das 17:9 zur Pause sich niemand zu erhoffen gewagt.

Nach dem Wiederanpfiff lief es zunächst nicht ganz rund bei der deutschen Mannschaft, die aber auch den ungarischen Anschluss locker wegsteckte: Erneut waren es Dahmke und Weinhold, die für entspannte Minen sorgten. Dann durfte sich der Kieler Kapitän der DHB-Auswahl, der bisher auf die längste Einsatzzeit bei der Europameisterschaft kam, ein wenig schonen: Für Weinhold sprangen andere in die Bresche, wie zum Beispiel der starke Fabian Wiede: Sechs Treffer erzielte der Berliner und avancierte somit zum besten Torschützen einer Partie, in der die deutsche Mannschaft ein großes Ausrufezeichen setzte. Das Halbfinale im Handballbahnhof – es muss kein Traum bleiben!

Doch bis zur Erfüllung muss die deutsche Mannschaft noch zwei schwere Hürden überspringen: Die erste wartet mit dem unbequemen russischen Team bereits am Sonntag. Anpfiff ist um 18.15 Uhr, und der Handballbahnhof öffnet natürlich wieder seine Türen. Das Programm im beheizten Public-Viewing-Bereich beginnt eine Stunde vorher, sodass für alle Fans noch genügend Zeit bleibt, am Tippspiel teilzunehmen. Dass dieses sich lohnt, erfuhren fünf glückliche Gewinner am Freitagabend: Niemand hatte auf einen derart hohen Sieg der deutschen Mannschaft getippt, und so landeten alle Teilnehmerkarten, die auf einen Erfolg von Rune Dahmke & Co. gesetzt hatten, in der Lostrommel für die wertvollen Preise.

Kiel feiert sich warm für die Hauptrunde

DSC_2272La Ola und Sprechchöre im Kieler Handballbahnhof: Rund 400 Fans der deutschen Mannschaft feierten sich beim einzigartigen Public Viewing warm für die Hauptrunde mit der deutschen Nationalmannschaft. Auslöser für die Euphorie war der 25:21-Erfolg der DHB-Auswahl gegen Slowenien.

Vor der Partie besuchten die THW-Stars Marko Vujin und Igor Anic den Handballbahnhof. Anic hatte in einem lustigen Motivationsvideo der „Zebras“ mitgespielt. „Die Idee, den Kopftreffer gegen Weinhold mit einer Puppe nachzuspielen hatte Dominik Klein“, sagte Anic. „Ich musste nur treffen – in der Probe mit einem Softball habe ich es mit links versucht und Dominik direkt im Gesicht getroffen. Dann habe ich es doch lieber mit rechts versucht“, schmunzelte der französische Kreisläufer. Er und Vujin sagten der deutschen Mannschaft ein schwieriges Spiel voraus: „Es wird sehr schwer, Slowenien spielt eine unangenehme Abwehr und ist im Angriff sehr beweglich“, so Vujin.

Das zeigten die Slowenen dann auch in der von vielen Fehlern und zwei Zeitstrafen gegen den Kieler Christian Dissinger geprägten Anfangsphase: Mit 5:2 zogen die Slowenen davon. Dann wurde es zunehmend lauter auf der großen Stehplatztribüne im Handballbahnhof: Kohlbacher sorgte mit einem Doppelschlag für das 6:5, und als der Kieler Rune Dahmke zum 11:9 einnetzte, kochte die Stimmung erstmals richtig. Mit einer 12:10-Führung ging es in die Pause – es blieb spannend.

Doch nach rund einer Viertelstunde der zweiten Halbzeit wurde aus Anspannung unter den Fans pure Freude: Angeführt von den Kielern Dahmke, Steffen Weinhold und Christian Dissinger, der gegen Ende der Partie wichtige Tore erzielte, setzte sich die deutsche Mannschaft Stück für Stück ab. Nach Dissingers 21:16 in Unterzahl schwappte erstmals in diesem Jahr La Ola durch den Handballbahnhof, der nun für weitere drei Spiele der deutschen Mannschaft in die Verlängerung geht.

In der Hauptrunde trifft das deutsche Team auf Russland, Dänemark und Ungarn. Die genauen Termine der Deutschland-Spiele werden erst festgelegt. Sicher ist aber: Jeweils eine Stunde vor dem Anpfiff beginnt im einzigartigen, beheizten Handballbahnhof das Programm mit Musik, Spielen, der beliebten Tipprunde und Star-Gästen des Handball-Rekordmeisters THW Kiel. Auf geht’s in die Hauptrunde!

Handballbahnhof feiert nach Sieg gegen Schweden

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Einen echten Krimi erlebten die rund 250 Fans, die am Montagabend trotz frostiger Außentemperaturen und der späten Anwurfzeit 20:30 Uhr den Kieler Handballbahnhof besuchten: Nach einer verkorksten ersten Hälfte drehte die deutsche Nationalmannschaft gegen Schweden nach dem Wechsel richtig auf. Angetrieben von dem „Bald-Zebra“ Andreas Wolff, der zum überragenden Mann der Partie wurde und sich über die „Man oft he Match“-Auszeichnung und „Andi, Andi“-Sprechchöre im Handballbahnhof freuen konnte, und dem Kieler Linkshänder Steffen Weinhold drehte de DHB-Auswahl einen 13:17-Pausenstand noch in einen 27:26-Hitchcock-Sieg.

Entspannt hatte der Abend begonnen: Die beiden THW-Stars Nikolas Katsigiannis und Christian Sprenger plauderten munter mit Sportmoderatorin Maike Jäger über frostiges THW-Training, die Länderspiel-Erfahrungen beider Akteure und die verpassten Chancen der Deutschen im Auftaktspiel gegen Spanien. Diese ließen sich dann eins zu eins auf die Partie gegen Schweden übertragen. Die deutsche Mannschaft fand zum Entsetzen der Handballbahnhof-Besucher nicht zu ihrem Spiel und ließ die Schweden nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 10:10 auf 16:11 davonziehen. Bis zum Wechsel verkürzte die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson zwar noch einmal auf 13:17, ein vergebener Strafwurf von Tobias Reichmann nach dem Halbzeitpfiff spiegelte allerdings wenig gelungene 30 deutsche Minuten wider.

Nach dem Wechsel sorgten Torhüter Andreas Wolff und Steffen Weinhold schnell dafür, dass der Handballbahnhof auf Betriebstemperatur kam: Nur knapp sechs Minuten benötigte die DHB-Auswahl, um durch Reichmann beim 18:18 den Ausgleich zu erzielen. Und dann zog Steffen Weinhold dorthin, wo es weh tut: Der Kieler erzielte beim 21:20 die erste deutsche Führung und legte sogleich nach. Bis auf 24:20 zogen Rune Dahmke (4 Tore), Christian Dissigner (1) & Co davon – doch nach Weinhold 26:22 (46.) riss der Faden. Nur noch ein Treffer gelang der deutschen Mannschaft bis zum Schluss, während Schweden sich Tor um Tor herankämpfte. Erlösend war dann der Jubel nach Lukas Nilssons finalem Fehlwurf, den die leidenschaftlich verteidigende deutsche Mannschaft und alle Fans im Handballbahnhof herbeigesehnt hatten.

Nach dem ersten Turniersieg reicht der deutschen Mannschaft am Mittwoch gegen Slowenien ein Unentschieden zum sicheren Hauptrunden-Einzug. Die Slowenen lieferten Spanien im zweiten Vorrundenspiel einen tollen Kampf, mussten am Ende aber in ein 24:24-Unentschieden einwilligen. Die DHB-Auswahl erwartet also auch am Mittwoch ein harter Kampf, den alle Handballfans wie gewohnt beim einzigartigen Public Viewing im Kieler Hauptbahnhof gemeinsam erleben können: Anpfiff ist Mittwoch bereits um 17:15 Uhr, das Programm im Handballbahnhof startet um 16.30 Uhr unter anderem mit dem Tippspiel und dem Besuch der beiden THW-Stars Marko Vujin und Igor Anic.

Final-Atmosphäre im Handballbahnhof

DSC_0722smlHeute geht es für die deutsche Handball-Nationalmannschaft schon um fast alles: Nach der Auftakt-Niederlage gegen den Top-Favoriten Spanien müssen Steffen Weinhold, Christian Dissinger, Rune Dahmke und die DHB-Auswahl heute gegen Schweden unbedingt punkten, um weiter im Rennen um die Hauptrunde zu bleiben. Die Partie wird um 20.30 Uhr angepfiffen. Gemeinsam jubeln können die Handballfans wieder vor der 15 Quadratmeter großen Leinwand im beheizten Handballbahnhof.

Bereits ab 19.30 Uhr beginnt das Programm im einzigartigen Kieler Handballbahnhof: Neben dem Tippspiel, bei dem es erneut wertvolle Preise zu gewinnen gibt, erwartet Sportmoderatorin Maike Jäger zwei THW-Stars zum Interview auf der Eventbühne: Die beiden ehemaligen Nationalspieler Nikolas Katsigiannis und Christian Sprenger werden ihre Einschätzung zum Spiel geben und später für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung stehen.

Die Unterstützung aus Kiel kann die deutsche Mannschaft gut gebrauchen, trifft sie doch auf ihr schwedisches Spiegelbild: Auch die Skandinavier sind mit einer jungen Truppe nach Polen gereist und müssen auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Dennoch holten die Schweden, bei denen der 27-jährige Niclas Ekberg vom THW Kiel schon zu den Routiniers gehört, im ersten Turniermatch gegen Slowenien nach einer über weite Strecken beeindruckenden Leistung ihren ersten Sieg.

Der Eintritt zum Public Viewing im Kieler Handballbahnhof ist frei.

Starker EM-Auftakt ohne Happy End

DSC_0610_smlDie deutsche Handball-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der Europameisterschaft in Polen dem haushohen Turnierfavoriten Spanien die Stirn geboten: Rund 400 Fans im stimmungsvollen Handballbahnhof hofften, bangten und jubelten mit der DHB-Auswahl. Allein: Ein Happy End blieb ihnen und der deutschen Mannschaft versagt. Am Ende gewann die etwas cleverere und erfahrenere spanische Mannschaft mit 32:29 (18:15).

Schon vor der Partie stimmten sich viele Fans auf den EM-Auftakt ein. Vor dem Mikrofon von Sportmoderatorin Maike Jäger sprühten THW-Co-Trainer Jörn-Uwe Lommel, der Weltmeister Dominik Klein und der momentan verletzte Abwehrchef der DHB-Auswahl, Patrick Wiencek, vor Optimismus. Ein bisschen wehmütig verfolgte Wiencek die Nationalhymnen: „Ich wäre gerne dabei gewesen, werde jetzt aber umso mehr mitfiebern. Ich hoffe, dass die deutsche Mannschaft weit kommt.“ Mit Blick auf die Partie kommentierte Lommel mit einem Augenzwinkern: „Die hoch gehandelten Spanier können heute gleich mal sehen, wie es ist, gegen diese junge Mannschaft zu verlieren…“

Der Start in die Partie ließ dann die Fans jubeln: Schnell führte die deutsche Mannschaft auch dank der Tore der besonders bejubelten Kieler Rune Dahmke, Steffen Weinhold und Christian Dissinger mit 5:3 und 9:7 (12.). Die folgenden elf Minuten ließen den Handballbahnhof dann aber etwas ruhiger werden: Mit einem 11:2-Lauf setzte sich Spanien auf 18:11 ab – die folgende Aufholjagd bis zum 15:18-Pausenstand sorgte aber wieder für Stimmung, wenngleich sich viele Anhänger bei der Wiederholung von Steffen Weinholds Gesichtstreffer entsetzt die Hände vor Augen hielten …

Auch im zweiten Durchgang machte Deutschland ein tolles Spiel: Jetzt waren es die spektakulären Paraden von Andreas Wolff, die den Handballbahnhof zum Beben brachten. Noch einmal kam die deutsche Mannschaft bis auf ein Tor an Spanien heran – doch für den ganz großen Wurf reichte es am Ende nicht mehr.

Dominik Klein, wie Lommel und Wiencek zum ersten Mal überhaupt zu Gast im Handballbahnhof, berichtete, dass bei vorherigen Turnieren gerade die Bilder von feiernden Fans in Kiel eine große Motivation für die DHB-Auswahl waren: „Man konnte den Rückhalt bis in die Kabine spüren.“

Montag geht es für die DHB-Auswahl gegen Schweden um zwei ganz wichtige Turnierpunkte. Das Programm im beheizten Handballbahnhof, unterstützt von der Sparda-Bank und asiahung, startet um 19.30 Uhr. Beim Tippspiel warten wieder wertvolle Preise. Als Gäste werden die beiden ehemaligen Nationalspieler und THW-Stars Christian Sprenger und Nikolas Katsigiannis erwartet. Anpfiff zum zweiten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft ist um 20.30 Uhr.

Public Viewing startet am Samstag – Klein und Wiencek zu Gast

Nach zwei Jahren Auszeit startet am Samstag um 17.30 Uhr das Public Viewing im Kieler Hauptbahnhof mit dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen. Der erste Gegner der Deutschen wird Spanien (Anwurf um 18.30 Uhr) sein. Neben der Übertragung erwartet die Zuschauer auch ein tolles Rahmenprogramm. Beim Ergebnis-Tippspiel gibt es u. a. ein Stück vom begehrten THW Kiel-Hallenboden mit Unterschriften zu gewinnen. Außerdem werden zum Auftakt der Europameisterschaft die THW-Spieler Dominik Klein und Patrick Wiencek, sowie Co-Trainer Jörn-Uwe Lommel vor Ort sein und über die EM-Aussichten der deutschen Mannschaft und ihre Erfahrungen bei großen Turnieren berichten.